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Kennt einer von euch den Film „Batman Begins“?
In diesem Film gibt es ein wunderbares Zitat:

„Warum fallen wir, Bruce? Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln.“

Und ja, ich bin verdammt tief gefallen. Und auch, wenn das jetzt jammern auf verdammt hohem Niveau ist (ich bin sehr privilegiert, dass ich eine solche Reise machen kann), fühlte es sich wie eine ziemlich heftige Niederlage an. Aber nach ein paar Tagen Ruhe und Nachdenken in Kapstadt, weiß ich, dass ich die Tour machen möchte. Ich würde es mir einfach nie verzeihen, wenn ich mir nicht wenigstens einen zweiten Versuch gebe.
Ich habe mich mit ein paar anderen Reisenden ausgetauscht. Hier mal ein paar Zitate:

„Du hast den ersten Schritt gemacht. Wie viele reden nur davon? Blablabla. Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Bist Du dann auf Reisen, ist alles anders. Auch das braucht seine Eingewöhnung.“
(Reinhard Kassner, mein Vater)

„So ehrlich wie Du schreibst, wirst du die Anfangsschwierigkeiten überwinden.“
(Peter Smolka, ein anderer Radreisender, www.tour-de-friends.de)

„Backpacking kann jeder.“
(Eine Zimmergenossin) -Solltest Du das hier lesen, melde dich doch mal, ich weiß ja nicht einmal deinen Namen-

Ich habe also als ersten Schritt angefangen, meine Ausrüstung komplett zu überdenken.

Das umgebaute Rad - the new bike

Das umgebaute Rad – the new bike

Dabei herausgekommen ist ein Paket von 12,5kg Gewicht, das ich sofort nach Hause geschickt habe. Auch habe ich das Rad ein wenig angepasst und alles, was nicht absolut notwendig ist, abmontiert. Also habe ich zumindest weniger Gewicht. Und mein Kopf weiß jetzt, was auf ihn zukommt.
Inzwischen denke ich, dass ich mir für die ersten Tage einfach zu viel zugemutet habe. Sowohl körperlich, als auch geistig.
Wahrscheinlich war es gar nicht die Einsamkeit allein, die mich fertig gemacht hat, sondern auch die Herausforderung, die ich viel zu schnell angegangen bin.
Also werde ich jetzt beim zweiten Versuch wesentlich langsamer starten und mich nur von Ort zu Ort hangeln. Und wenn ich nur 50km am Tag mache, ist das auch okay.

Ich habe bisher keinen einzigen Affen gesehen - didn't saw any baboons so far

Ich habe bisher keinen einzigen Affen gesehen – didn’t saw any baboons so far

Sozusagen als Testlauf bin ich gestern Richtung Süden zum Kap der Guten Hoffnung geradelt. Oder habe es zumindest versucht. Denn um zum Kap zu kommen, muss man R130 (ca. €7,50) Eintritt bezahlen und das war es mir nicht wert. Dafür habe ich auf dem Rückweg nach Simon’s Town zwei Motorradfahrer getroffen.

Das ist es mir nicht wert - It's not worth it

Das ist es mir nicht wert – It’s not worth it

Einer von Beiden sprach sogar Deutsch. Trotzdem unterhalten wir uns auf Englisch, da sein Mitfahrer sonstz nichts versteht. Er empfiehlt mir wärmstens den Kaprivi-Zipfel in Namibia.
Mal sehen. Wahrscheinlich brauche ich sechs Wochen bis dahin. Aber ich habe ja Zeit …

Überhaupt wird es nach fast vier Wochen Südafrika mal Zeit für ein kleines Resümee:
Das was ich bisher vom Land gesehen habe war großartig.

PINGIUNE!!! - PENGIUNS!!!

PINGIUNE!!! – PENGIUNS!!!

Weite, wunderschöne Landschaften. Auch die Leute sind größtenteils locker, aufgeschlossen und freundlich. Größtenteils deswegen, weil es leider auch viele Bettler und Armut gibt. Aber gegen die Bettelei wird man irgendwann immun und fängt an, sie zu ignorieren. Obwohl es nicht leicht war, mich daran zu gewöhnen.
Auch musste ich mich an die hohen Zahlen beim Geld gewöhnen, immerhin sind R100 nur €5,70. Und da der gebräuchlichste Schein der 100er ist, macht man halt viel, viel mehr mit Scheinen. Zwar gibt es auch Cent, aber die werden kaum genutzt. Warum auch, wenn R1 nicht einmal 6 Eurocent sind.
Und Kapstadt ist einfach eine wunderbare Stadt, die auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert ist.

Titelbild von Stefan Schäfer Quelle: Wikipedia CC BY-SA 3.0

Why do we fall?

Does anybody of you know the film Batman Begins?
In this movie, there is a wonderful line:
„Why do we fall, Bruce? So we can learn to pick ourselves up.“

And yes, I fell deep. Very deep. Okay, it’s complaining on a high level, (I am veery privileged do do such a travel) it felt lika a heavy failure. But after a few days of thinking and resting in Cape Town, I know, I want to make this Tour. I will never forgive myself, wehn I dont’t give it at least a second try.
I talked to some other travellers. Here some quotes:

„You made the first step. How many just talk about it? Blablabla. The first step is always the hardest. When you’re on the road everything is different. It needs Acclimation.“
(Reinard Kassner, my father)

„As honest as you write, you will get over the first difficulties.“
(Peter Smolka, another Cyclist, www.tour-de-friends.de)

„Anybody can do a backpacking trip.“
(a roommate) -if you read this, please send me a message, I don’t even know your name-

So as a first step, I began to rethink my gear. And I made a package of 12,5kg, which I sendet back home.

Das umgebaute Rad - the new bike

Das umgebaute Rad – the new bike

I also readjust my bike, and left everything, what is not absolutely neccesary. So now I have much less weight. And my head now knows, what’s coming. I thing, I pushed myself to hard for the first days. My body and my mind. Probably it was not the lonelyness alone, that bothered my, but also the challenge I took to fast.
At the second try, I will go on much slower. Going city by city. And if I make just 50km per day, it’s okay too.

Ich habe bisher keinen einzigen Affen gesehen - didn't saw any baboons so far

Ich habe bisher keinen einzigen Affen gesehen – didn’t saw any baboons so far

So to speak I made a testing yesterday, I cycled to Cape Point. Or at least I tried. To come to the Cape Point I had to pay R130 (ca. €7,50) and it was not worth it. But at the way back to Simon’s Town, I’ve met two motorcyclists.

Das ist es mir nicht wert - It's not worth it

Das ist es mir nicht wert – It’s not worth it

One of them speaks german, but we spoke english, so his companion could understand us. And he highly recommended the Caprive Strip in Namibia. Let’s see. Maybe it takes six weeks for me to get there.

After almost four weeeks in South Africa, it is time for a small resume:
What I have seen from this country so far was wonderful.

PINGIUNE!!! - PENGIUNS!!!

PINGIUNE!!! – PENGIUNS!!!

Far, beautiful landscape. And the people are mostly relaxed, open minded and polite. Mostly because, there is much begging in this country. But you get immune and start to ignore them. But it was not easy to get used to it.
But I had to learn to deal with the high numbers, when it comes to money. R100 are roundabout €5,70. And the most used note in R100, so you do much more with notes, than back home in Germany. There are cents, but hardly used. Why should you. R1 are 6 Eurocents.
But Cape Town is a wonderful Town and definetely worth anotheer visit.

header picture by Stefan Schäfer, Source: Wikipedia CC BY-SA 3.0