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Beim Start lassen wir es ruhig angehen. Immerhin haben wir 380km vor uns ohne Lebensmittelversorgung, also ist der Plan, irgendwo in der Wüste zu übernachten.
Kein Problem. Außerdem hat Christian da mehr Erfahrung als ich. Und wenn man mal von meiner Dänemarkreise absieht, ist es das erste Mal, dass ich mit einem Partner fahre.
Und es ist sehr entspannnt.
Bevor wir Windhoek verlassen, kaufen wir noch Essen für 4 Tage ein. Wasser können wir unterwegs bei den Farmen kriegen. Und ich bin richtig froh, diese Stadt endlich zu verlassen. Sie hat mir einfach nichts mehr zu bieten.
Weiter geht es dann auf einer DirtRoad Richtung Walvis Bay.
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Bereits nach 30 Kilometern fährt ein PickUp an uns vorbei und ich höre hinter mir nur noch ein Krachen. Als ich mich umdrehe, sehe ich nur eine Staubwolke. Aber diese verläuft nicht entlang der Straße, sondern macht einen Schlenker Richtung Graben.
Ich lasse mein Rad stehen und renne los. Als der Staub sich verzogen hat, erkennne ich den Wagen, der mit den Vorderrädern in der Luft hängt. Fahrer und Beifahrer stehen daneben, aber zum Glück ist keiner verletzt.
Also fahren wir weiter.
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Doch zehn Kilometer später wird die Straße extrem sandig und hügelig. Christian bleibt etwas zurück, um ein Bild zu machen. Aber dazu kommt es nicht. In dem tiefen Sand verliere ich die Kontrolle über mein Rad und stürze.
Irgendwie ist es Ironie des Schicksals. Von Kapstadt bis Windhoek bin ich ohne Helm gefahren, habe mir dann aber einen gekauft. Und direkt am ersten Tag mit Helm stürze ich. Und wenn ich mir meine Wunde am Kopf ansehe, hat sich die Anschaffung richtig gelohnt.
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Ich liege also neben meinem Rad und brauche ein paar Sekunden bis ich die Orientierung wieder gefunden habe und aufstehen kann. Etwas später kommt auch Christian an, der sich Sorgen gemacht hat.
Und wir haben ganz viel Glück. Denn nach ein paar Minuten hält ein PickUp neben uns und fährt uns ins nächste Krankenhaus. Ich fühle derweil mein linkes Schlüsselbein und weiß sofort, dass etwas nicht stimmt. Meine Befürchtung geht dahin, dass es mindestens gebrochen ist.
Aber das Röntgenbild im Krankenhaus zeigt, dass es sogar an zwei Stellen gebrochen ist und ich deswegen operiert werden muss.
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Während ich so daliege und mich behandeln lasse, hat Christian ein paar Einheimische getroffen und uns eine Übernachtung organisiert.
Wir bleiben bei Richard, der Appartements über AirBnB vermietet und uns eines für eine Nacht zur Verfügung stellt. Danach bleiben wir bei seinen Eltern im Gästezimmer. Vielen, vielen Dank dafür.
Ich bleibe nach der OP eine Nacht im Krankenhaus und kann kaum schlafen, da eine Nebenwirkung des Schmerzmittel so aussieht, dass es mir fürchterlich auf die Blase schlägt.
Allgemein ist das Hospital zwar sehr modern und sehr europäisch, aber leider auch noch sehr unorganisiert und immer wieder gibt es Fragen zur Bezahlung. Die sieht so aus, dass ich alles außerhalb des Krankenhauses selbst bezahlen und mir später von der Krankenkasse zurück holen muss. Das betrifft offenbar auch die Anästesie. Es ist alles nicht so gut vernetzt, wie man das aus deutschen Krankenhäusern kennt, wo man einfach seine Versichertenkarte abgibt und der Rest von der Versicherung erledigt wird.

Die erste Wundheilung wird zwei Wochen dauern, weswegen ich jetzt erstmal in Windhoek feststecke. Dann habe ich einen Termin beim Arzt zur Nachkontrolle und werde dann entscheiden wie es weitergeht.

Lady Pohamba

We start easy. We have 380km to make, so we have to stay in the desert over night. No problem. And Christian is more experienced than me. And if you don’t look to my travel to Denmark, it’s my first time travelling with a companion.
And it is very relaxed.
Before we leave Windhoek, we buy food for four days. Water is not that problem, we can get it at the farms on the way. And I am really happy to leavethe town, it began to bore me.
So we head to Walvis Bay on a DirtRoad.
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After 30 Kilometers, a PickUp passes me and a few seconds later, I hear a loud noise. When I turn around, I see the Dust making a turn off road. I keep my bike, where it is and ran. After the dust is gone, I see the car with the front wheels in the air. luckily nobody is harmed.
So we continue.
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But 10km later the road becopmes very sandy and with much up and downhill. Christian stays behind me, to make a picture. But he won’t get the chance to do.
In the deep sand I lose control of my bike and fell of. It is some kind of irony. I made it from Cape Town to Windhoek without a helmet, but bought one here. And at the first day with helmet, it probably saved my life. And when I look at the scratch on my head, it was really worth it.
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So I lie next to my bike and need some time to come back and to orientate. A few minutes later Christian arrives in worries. But we are lucky again. A few minutes later a PickUp stops next to us and takes to the Hospital. On the way I feel my left collarbone and think, that it is broken. And the X-Ray fropm the hospital will tell me right. It is broken at two places and I need a surgery.
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While I stay at the Emergency, Christian meets some locals. Richard offers Appartements via AirBnB and we can stay one night for free. For the rest of the week, we move to his parents, who helped me a lot.
After the surgery I stay one night in the hospital and can’t sleep for the night, because the painkiller makes me pee every five minutes.
The Lady Pohamba Hospital is very modern and european. But unfortunately very unorganized and the often ask me about the payment. The usual way ist, that I pay in advance and claim the money back from my Travelinsurance.

The healing will take two weeks, why I am stuck in Windhoek. Than I have an appointment with the doctor and will decide how to continue.