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Die ersten Kilometer nach dem Start sind noch gut radelbar. Aber schon nach 15km bläst mir der Wind mit Orkanstärke ins Gesicht, dass ich kaum noch das Gleichgewicht halten und nur noch schieben kann. Und selbst dann greifen so starke Böen nach mir, dass es mir fast das Rad aus den Fingern reißt.

Mir bleibt also nichts anderes übrig, als mich bis Perpignan mitnehmen zu lassen. Das gestaltet sich hier in Europa schwieriger als noch in Afrika, ist aber mit Geduld auch machbar.

Erstaunlicherweise ist der Wind heute der stärkste seit Südafrika und Namibia. Wer also sagt, nur ferne Länder seien schwierig, sollte sich mal dieses Wetter antun.
Leider kann ich meine vorderen Zahnräder nicht mehr schalten, was meine Gänge von 27 auf 9 reduziert. Das ist bei diesem Wetter natürlich sehr unangenehm.
Glücklicherweise erledigt sich das Problem später von selbst.

Außerdem wird mir mehr und mehr klar, dass meine Lust weiter zu fahren immer weniger wird. Die Tour fühlt sich an, als sei sie schon vorbei und der Rest jetzt eine Pflichtaufgabe.
Aber ich habe noch einen Brief nach Chatearoux auszuliefern.
Und da packt es mich doch ein wenig an meiner Postlerehre, das auch zu tun.
Zuerst überlege ich, den Zug zu nehmen. Normalerweise eine recht gute Möglichkeit der Fortbewegung wenn ein Fahrrad dabei ist.
Aber nicht hier in Frankreich. Die Transportbedingungen für Fahrräder sind hier noch strickter als im Flugzeug. Und dieses scheidet sowieso aus. Zwar hat Perpignan einen Flughafen, aber das Kosten-Nutzen Verhältnis ist einfach zu unrentabel.
Wie komme ich also weiter?
Die Idee kommt mir während der Suche nach einem Fahrradhändler:

Ein Mietwagen.

Der ist zwar immer noch nicht günstig, bietet aber das beste Kosten-Nutzen Verhältnis, das ich finden kann.
Ich muss nur einen Tag länger in Perpignan bleiben, da vorher kein Wagen zur Verfügung steht.
Einen Tag, den ich hauptsächlich im Bahnhofscafè gegenüber meinem Hotel verbringe.

Internationale Briefkästen – international letterboxes

Ich mag diese einsamen und abgeschotteten Hotelzimmer nicht mehr. Nur bleibt mir manchmal keine andere Möglichkeit.

In Chateauroux bin ich froh, Kontakt zu Christiane Jürging zu haben, die mit einem Gütersloher verheiratet ist und dadurch ein wenig Deutsch spricht. Sie arbeitet im Rathaus und organisiert spontan ein Treffen mit dem Bürgermeister und macht mich mit Jean-Paul bekannt, einem ehemaligen Deutschlehrer, der sich fast drei Tage für mich Zeit nimmt um mir die Stadt und die Umgebung zu zeigen.

Bei der Übergabe des Briefes an den Bürgermeister Gil Averous

Ich weiß über Chateauroux jetzt mehr als über meine Heimat Gütersloh.
Auch trage ich jetzt ein Dankesschreiben für den Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz bei mir.

Danach muss ich aber früh aufbrechen, da ich den Mietwagen um 11Uhr in Paris abgeben muss. Der Pariser Verkehr kann unberechenbar sein, weswegen ich um fünf Uhr in der Früh aufbreche um genug Reserve zu haben.
Dafür muss ich jetzt etwas Schlaf nachholen.
Gute Nacht.

Das lokale Theater Equinoxe

Geschenke aus Châteauroux

The Ambassador

The first kilometers are good to cycle. But after 15km the wind blows like a storm and my only chance is to push the bike. Sometimes, the wind gets so strong, I can hardly hold my bike. So I have no other choice, but hitchiking. It is here in spain a lot harder, than Africa, but with enough patience doable.

Surprisingly the wind here is the heaviest since South Africa and Namibia. Who thinks, only far countries are hard, should cycle in this wind.

But after Africa, the tour feels ended. But I still have a letter from my homtown to deliver to it’s partner Chateauroux.

So I think about a way to get there. The train is to complicated and flying not affordable. But luckily I have an idea:

A rental car.

It is still not cheap, but my best option. But I have to wait one day for the car to be ready. One day, I spend most in the Cafe at the train station. I don’t like these anonymous Hotelrooms anymore.

Internationale Briefkästen – international letterboxes

In Chateauroux I amhappy to know Christiane Jurging, who in married to a man from Gutersloh and speaks german. She works at the Town Hall and organises a meeting with the mayor to deliver the letter and to Jean-Paul, a retired German Teacher, who shows me the town and the surroundings for the next three days. Now I know more about Chateauroux, than about my home.

Bei der Übergabe des Briefes an den Bürgermeister Gil Averous

But after that, I have to start early to deliver the car in Paris. And the parisian traffic can be unpredictable.

And now, I have to sleep. Good night

Das lokale Theater Equinoxe

Geschenke aus Châteauroux